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Lebensmittelkontaktmaterialien - Sinn und Unsinn
Osnabrück, 31.08./01.09.09 Das Branchentreff in Osnabrück hat viele Erkenntnisse gebracht. Innerhalb der zwei Tage tauschten sich Lebensmittelhersteller, Verpackungsmittelhersteller, Maschinenhersteller und IFS 5-Auditoren intensiv aus. Neben der Erhöhung des Verständnis für verschiedene Positionen wurden auch Missverständnisse ausgeräumt. So wurden u.a. die folgenden Fragen diskutiert:
Maschinen/Anlagen
Für Maschinen/Anlagen, die bereits über 5 Jahre problemlos im Einsatz sind, sollten die produktberührenden Materialien einer Risikoanalyse unterzogen werden und so vom LM-Hersteller eingeschätzt werden. Nachträglich wird es keine Konformitätserklärungen (KE) vom Maschinen- oder Bauteilehersteller geben, aber die Kunststoff-Verschleißteile müssen beim Auswechseln von einer KE begleitet werden. Die CE-Bescheinigungen sollten vom LM-Hersteller und von den Auditoren als Nachweis anerkannt werden, da hier auch bereits früher die Tauglichkeit der Materialien nach der Maschinen-RL bescheinigt wurden.
Konformitätserklärungen/Migrationsuntersuchungen
Es wurde unterschieden zwischen Prüfbericht des Labors (Ergebnis einer Migrationsuntersuchung), des Konformitätsgutachtens (eine Einschätzung des Labors aufgrund des Prüfberichtes) und der Konformitätserklärung (KE) durch den Material-Hersteller. Eine KE muss das Produkt begleiten, der Prüfbericht nicht. Er ist nur auf Aufforderung durch die Behörden vorzuweisen. Die Dokumente haben nach dem Gesetzgeber bei unveränderter Rezeptur und unveränderter gesetzlicher Lage keine begrenzte Laufzeit. Das Gremium einigte sich aber auf eine freiwillige Gültigkeit von 2 bis 3 Jahren. Die FDA-Bescheinigungen sind nicht mehr in Europa anerkannt, da sich die behördlichen Vorgaben unterschiedlich entwickelt haben. Standardisierte KE gibt es nur für wenige Materialien, aber andere sollten sich daran orientieren.
Importe von Materialien aus Nicht-EU-Ländern
Die gesetzlichen Grundlagen gelten nur für die EU. Deswegen ist Vorsicht geboten bei Importen. Der Importeur gilt als Quasi-Hersteller und muss für die entsprechenden Nachweise sorgen. Er muss daher möglicherweise die Untersuchungen selber in Auftrag geben.
Diese und noch weitere Punkte wurden im Branchentreff erläutert. Die umfangreichen Unterlagen inkl. elektronischer Dateien auf einem Stick können für 99,- € zzgl. Mwst. bei FIS Europe (Tel. 05922/904003) bestellt werden.
Serbische Lebensmittelindustrie informiert sich
Belgrad, April 2009. Mehrere Vertreter der serbischen Lebensmittelindustrie folgten der Einladung von Spelleken Associates im April 2009 zu einem Seminar über die Anforderungen des europäischen Handels an die Herstellung von Lebensmitteln. Obwohl zur Zeit die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln aus dem Nicht-EU Staat Serbien noch nicht erlaubt ist, informierten sich die Hersteller über die Anforderungen aus dem IFS Version 5 und weiterer Kriterien wie elektronischer Datenaustausch und logistische Anforderungen. In der Diskussion mit Dr. Sylvia Pfaff wurde deutlich, dass die grundlegenden EU-Hygienebestimmungen erfolgreich von der serbischen Lebensmittelindustrie umgesetzt wurden. Letzte Abnahmen der EU-Kommissare sollen im Herbst 2009 erfolgen. Daher werden jetzt auch die letzten Hürden für eine Lieferung an europäische Händler in Angriff genommen. Ein niedriges Preisniveau in Serbien für Lebensmittel zwingt die Hersteller zum Export, um Überleben zu können. Vorher müssen aber alle Hausaufgaben erledigt werden.

Für mehr Informationen zum Organisator besuchen Sie bitte: http://www.spellekenassociates.de/
Biomarke des Jahres 2009 - jetzt bewerben!
Einsendeschluss 30.April 2009
Die LEBENSMITTEL PRAXIS und die bioexperten Consulting Group sind zum zweiten Mal auf der Suche nach den überzeugendsten Biomarken im LEH und Bio-Fachhandel. Noch bis Freitag, 15. Mai, haben Markenhersteller die Gelegenheit, sich um die Auszeichnung „Biomarke des Jahres 2009“ zu bewerben. Die Auszeichnung wird in den Kategorien „Vertriebsschwerpunkt LEH“ und „Vertriebsschwerpunkt Bio-Fachhandel“ verliehen. Die eingereichten Markenstrategien werden von einer unabhängigen Experten-Jury, der u.a. Thomas Gutberlet, Michael Radau, Stefan Schmidt und Karl Schweisfurth angehören, bewertet. Die aus Sicht der Experten bestplatzierten Marken können das Label „Biomarke des Jahres 2009" (Gold, Silber, Bronze) in ihrer Handelskommunikation nutzen. Bei dem Wettbewerb werden alle relevanten Aspekte des Markterfolges untersucht: Innovationskraft, Produkt-Qualität, Design und vor allem nachhaltige Markenführung, soziales Engagement sowie Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz.
Die Bewerbungsunterlagen stehen zum Download
bereit
Bereits die erste Ausschreibung des Wettbewerbs stieß auf enorme Resonanz.
In der Kategorie „Vertriebsschwerpunkt Lebensmittel-Einzelhandel“ ging die Biomarke des Jahres 2008 in Gold an „Deutsche See“, mit Silber wurde Peter Kölln ausgezeichnet, und die Schweizer Marke Yanick + Fée erhielt Bronze.
In der Kategorie „Vertriebsschwerpunkt Bio-Fachhandel“ (Naturkostfachhandel, Bio-Supermärkte und Reformhäuser) wurde die Marke Söbbeke mit Gold geehrt, Silber ging an die Bohlsener Mühle, mit Bronze wurde die Andechser Molkerei Scheitz ausgezeichnet. Anerkennung erhielten darüber hinaus auch die vier nominierten Marken, die es leider nicht aufs Treppchen geschafft haben (Hilcona, Roggenkamp Organics, Milchwerke Berchtesgadener Land und Sonnentor).
Die einzelnen Gewinner und Nominierten wurden in der Ausgabe 19 der LEBENSMITTEL PRAXIS vorgestellt.
Arbeit in den neuen Geschäftsräumen erfolgreich aufgenommen.
Am 31. Januar diesen Jahres wurden die neuen Geschäftsräume im Rahmen eines Infonachmittages eröffnet. Über 45 Besucher informierten sich über bisherige und laufende Projekte von FIS-Europe wie ConsumerChoice und EuroPrevall und genossen bei einem kleinen Imbiss einen informativen und geselligen Nachmittag.
Die Mitarbeiterin Annette Beckhaus unterstützt Frau Dr. Pfaffs Arbeit für den Deutschen Verband der Neutralen Klassifizierer- und Kontrollunternehmen. Frau Dipl.oecotroph. Eva Krause beantwortete Fragen zur Informationsplattform SB-Fleisch und das Projekt Optimato wurde von MSC. Agr. Doris Djantio vorgestellt. Sie leitet das Projekt und verstärkt somit den Obst und Gemüse Projektbereich des FIS Europe
Die neuen Büroräume befinden sich in der Bahnhofstrasse 17A, fußläufig 5 Minuten vom Bahnhof Bad Bentheim entfernt.
Start der Informationsplattform SB-Fleisch.info
Bad Bentheim. Kommunikation ist ein Schlüssel zum Erfolg. Dabei macht es einen Unterschied, ob man sich nur innerhalb seiner Kontakte bewegt, oder ob man auch mal über die Branchengrenzen hinweg schaut, vielleicht sogar bis hin zum Verbraucher. Diese Möglichkeit zur übergreifenden Kommunikation bietet seit dem 28.04.08 die Informations- und Kontaktplattform www.sb-fleisch.info.
SB-Fleisch ist ein in den letzten Jahren stetig wachsender Markt. Aber es ist auch ein störanfälliges Marktsegment. Durch unterschiedliche Fleischskandale verunsicherte Verbraucher lassen die Branche mangelndes Vertrauen immer wieder deutlich spüren.
Die Branche selbst ist geprägt durch eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen, welche neben ihrem Tagesgeschäft nicht immer Zeit für Recherchen nach z.B. neuen Verpackungsmaterialien oder verbesserten Schutzgaskomponenten haben. Studien auf Englisch sind nicht für jeden leicht zugänglich und der Wirtschafts-Wissenschaftstransfer ist sicherlich ebenfalls ausbaufähig.
Hier möchte der neutrale Informationsdienst Food Information Service (FIS) Europe mit der halb öffentlichen, halb brancheninternen Informationsplattform www.sb-fleisch.info ansetzen. Im öffentlichen Bereich können sich die Verbraucher über SB-Fleisch und die einzelnen Verarbeitungsschritte informieren, sie können Fragen, auch gezielt über FIS Europe an einzelne Unternehmen stellen und aktuelle Informationen abrufen.
Die Branche findet einen internen Bereich vor, in dem neueste Studien zum Download angeboten werden, Fachinformationen aufbereitet vorliegen und über ein Forum direkt untereinander kommuniziert werden kann. So lassen sich leicht Kooperationspartner finden, Fragen beantworten und einfach neuste Informationen austauschen.
Um die Wertigkeit der Seite zu erhalten, werden Experten hinzugezogen, Moderatoren eingesetzt und Leistungen eingekauft. Daher steht das interne Informationsangebot nicht kostenfrei zur Verfügung. Verschiedene Partnermodelle bieten jedoch sicherlich für jeden eine geeignete Möglichkeit der Beteiligung.
Neben weiteren Informationen unter www.sb-fleisch.info stehen Ihnen natürlich auch die Organisatoren gern für weitere Fragen und Anmerkungen zur Verfügung.
Aktuelle Partner der Seite:
Edeka Südwestfleisch GmbH
EKRO B.V.
Sealed Air GmbH
AVO-Werke August Beisse GmbH
FIS - Europe
Dr. Sylvia Pfaff
Eva Krause
Bahnhofstrasse 10
48455 Bad Bentheim
Tel: +49(0)5922-90 4003
Fax: +49(0)5922-90 4008
Mail: Info@sb-fleisch.info
URL: www.fis-europe.net / www.sb-fleisch.info
Biomarke des Jahres 2008
Die LEBENSMITTEL PRAXIS zeichnet in Kooperations mit der bioexperten Consulting Group die überzeugendsten Bio-Marken mit der "Biomarke des Jahres" aus. Die eingereichten Produkte und Markenstrategien werden von einer Experten-Jury, der u.a. Michael Radau, Stefan Hipp, Thomas Gutberlet und Karl Schweisfurth angehören, geprüft und bewertet. Die drei aus Sicht der Experten bestplatzierten Marken können das Label "Biomarke des Jahres 2008" (Goldmedaille, Silbermedaille Bronzemedaille) in ihrer Handelskommunikation nutzen.
Bewerbungsschluss ist der 18. April 2008!
Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle weiteren Teilnahmebedingungen, Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.lebensmittelpraxis.de und unter www.bio-experten.de.
Ansprechpartner
Dr. Sylvia Pfaff
Email: sylvia.pfaff@web.de
LEBENSMITTEL PRAXIS
Bettina Röttig
Email: b.roettig@vhb.de
www.lebensmittel-praxis.de
IT Experte für Aserbaidschan gesucht (Nov 2007)
University education in information technologies or related field.
Working knowledge of English, command of Russian is an asset.
Good inter-personal and communication skills.
At least 5 years of professional experience in the development of computerbased inspection systems.
Strong analytical skills and team-working skills.
Prior experience in transition economies is an asset.
Specific experience in the design and development of IT systems for the management of information on registered establishments and inspection management.
Experience in the training of inspection personnel in the use of IT systems for the management of information on registered establishments and inspection management.
Kontakt:
Doris Günther
Projektmitarbeiterin - Sektorprojekt "Agrarhandel"
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Postfach 5180
65726 Eschborn
Telefon +49 (0) 61 96 - 79 1478
Doris.Guenther@gtz.de
http://www.gtz.de/trade
Wo Selly draufsteht, ist Bio-Kompetenz drin!
Gewinner des CMA-Handelswettbewerbs „Bio-Markt des Jahres 2007“ stehen fest
Köln/Bonn, 14. Oktober 2007. 17 Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels und des Naturkostfachhandels haben es geschafft: Sie sind „Bio-Markt des Jahres 2007“. Auf der Preisverleihung am 14. Oktober 2007 im Rahmen der Lebensmittel-Fachmesse Anuga in Köln wurden sie mit der „Selly“ in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet.
Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH veranstaltete den Bio-Handelswettbewerb bereits zum dritten Mal in Folge. Über 130 Teilnehmer haben sich 2007 für die „Selly“ in Gold, Silber und Bronze beworben Rekordbeteiligung! Die Selly hat sich als begehrte Trophäe sowohl im klassischen Lebensmittelhandel als auch im Naturkostfachhandel etabliert. Sie erweist sich auch zunehmend als Aushängeschild für die Kunden: Ehemalige Gewinner der Selly 2005 und 2006 haben Umsatzsteigerungen von bis zu 20 Prozent gemeldet.
„Wir zeichnen Händler aus, die Bio innovativ vermarkten und den Wert von Bio glaubhaft vermitteln“, erklärt der Jury-Vorsitzende und Bio-Pionier Prof. Dr. Claus Hipp. „Ein gut durchdachtes Sortiment steht bei der Bewertung ebenso im Vordergrund wie Regionalität, Qualität und persönliches Engagement für Bio.“
Der Wettbewerb „Bio-Markt des Jahres“ fördert erfolgreiche Bio- Verkaufskonzepte, die Kunden täglich und überzeugend den natürlichen Geschmack, die Qualität und die Sicherheit von Bio- Lebensmitteln vermitteln. Das Bio-Sortiment im Lebensmitteleinzelhandel und den Naturkostfachhandel als Vollsortimenter bewertete die Jury dabei nach unterschiedlichen Kriterien. Während im LEH Anzahl und Auswahl des Bio- Teilsortiments, Platzierung und Kennzeichnung begutachtet wurden, standen im Fachhandel Warenpräsentation undGesamtkonzept im Vordergrund. Verkaufs- und Beratungskompetenz sowie Regionalität der Ware waren dagegen sowohl im Naturkostfachhandel wie auch im LEH gefragt.
Download: Die Jury
; Download: Die Preisträger
; Download: mehr Infos
;

And the Selly goes to… Die Gewinner der Selly 2007 nahmen auf der Preisverleihung
der CMA auf der Anuga in Köln am 14. Oktober 2007 ihre Bio-Trophäen stolz entgegen.
Kontakt:
Julia Davids, Marketing Ökologischer Landbau
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
Koblenzer Straße 148, 53177 Bonn
Tel.: 02 28-8 47-2 39
Fax: 02 28-8 47-2 02
E-Mail: julia.davids@cma.de
Anuga 2007: Internationale Ernährungsbranche zieht positive Bilanz (17.Okt. 2007)
Rd. 163.000 Fachbesucher aus rd. 175 Ländern
Eine überaus positive Bilanz zog die internationale Ernährungswirtschaft zum Abschluss der 29. Anuga in Köln. Rd. 163.000 Fachbesucher aus rd. 175 Ländern nutzten die Gelegenheit sich über das Angebot von 6.607 ausstellenden Unternehmen aus 95 Ländern umfassend zu informieren. Die Besucherzahl stieg damit gegenüber der Vorveranstaltung um ca. drei Prozent (2005: 158.817 Fachbesucher aus 156 Ländern). Für Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse, ist vor allem aber die Qualität der Fachbesucher ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg der Anuga: „Neben den Top-Entscheidern und Einkäufern aller deutschen und der meisten ausländischen Handelsketten, waren auch die relevanten Fachleute und Entscheider aus dem Außer-Haus-Markt in Köln. Dementsprechend intensiv und effektiv waren die Gespräche.“
Sylvia Pfaff neue Weinkönigin
Weinfest in Bad Bentheim zog bei idealem Wetter Tausende an
Dr. Sylvia Pfaff ist Bad Bentheims siebte Weinkönigin. Unter starker Beteiligung war die gebürtige Schleswig-Holsteinerin, die seit einigen Jahren in Bad Bentheim lebt, von der Bevölkerung gewählt worden. Im Rahmen eines zünftigen Weinfestes unterhalb der Burg wurde ihr am Wochenende der Majestäten-Titel feierlich verliehen.
![]() Dr. Sylvia Pfaff, Dr. Volker Pannen (Bürgermeister Bad Bentheim) und Dominique Schölling |
![]() Eröffnung des Weinfestes durch Dr. Sylvia Pfaff |
II. INTERNATIONALER BIOKONGRESS AM SEE vom 12. bis 14. Oktober 2007
Presseinformation
II. INTERNATIONALER BIOKONGRESS AM SEE - praxisnahe
Lösungen und Fachvorträge für Hoteliers und Gastronomen
Zweiter BioKongress unter Schirmherrschaft von Renate Künast
Vom 12. bis 14. Oktober findet in Zeulenroda der II. INTERNATIONALE BIOKONGRESS
AM SEE im Biohotel Seehotel Zeulenroda statt. Die Organisatoren, der Verein
Die BIO-Hotels, Bioland e.V., das Seehotel Zeulenroda und RITTWEGER und
TEAM Die Zukunftswerkstatt möchten damit an den großen Zuspruch des Fachpublikums
im Vorjahr anknüpfen. Auch 2007 können sich Hoteliers und Gastronomen
spezifisches Fachwissen und Praxis-Know-how für ihre Geschäftsbereiche einholen
und sich von der Ganzheitlichkeit des Biogedankens anregen lassen. Schirmherrin
der Veranstaltung ist die ehemalige Bundesministerin Renate Künast, Vorsitzende
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Immer mehr Hoteliers und Gastronomen integrieren ökologische Elemente in ihre
Betriebe. Gleichzeitig legen die Gäste zunehmend Wert auf eine Bewirtung mit ökologischen
und gesundheitsfördernden Angeboten. Diese Entwicklung greift der II.
INTERNATIONALE BIOKONGRESS für Hoteliers und Gastronomen auf. Über zwölf
verschiedene Fachvorträge und zwei Podiumsdiskussionen sowie mehr als 40 Aussteller
auf der Produktmeile informieren über aktuelle Trends und Perspektiven. Dabei
steht ein ganzheitliches Spektrum im Fokus von Bio-Lebensmitteln über baubiologische
Aspekte bis hin zu Bio-Wellness. Mit Erfahrungsberichten von erfolgreichen
Unternehmen und Resonanz-Live-Tests wird Bio leicht verständlich dargestellt. Die
Referenten beantworten zusätzlich individuelle Fragen in der Speakers Corner.
Die Veranstalter möchten beim BioKongress gemeinsam mit den Teilnehmern die
Marktpotentiale in der (System-)Gastronomie, Hotellerie, Wellness und Spa weiter
aufdecken und entwickeln. Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung des
erfolgreichen Genuss-Awards „Best of Bio Beer 2007“ vom Verein „Die BIOHotels“,
bei der in diesem Jahr die besten Bio-Biere prämiert werden.
Nähere Informationen zur Anmeldung und zu den Kongressinhalten erhalten Sie unter
www.biokongress.com. Unter dem Menüpunkt „Presse“ in der Homepage können
auch Fotos zum Pressetext heruntergeladen werden.
Ansprechpartner für die Presse
RITTWEGER und TEÁM Die Zukunftswerkstatt, Beatrix Luther
Tel. +49 (0)3681 803324, beatrix-luther@rittweger-team.de
Bioland e.V. , Paul Hofmann
Tel. +49 (0)821 346 80114, phofmann@bioland-bayern.de
Hintergrundinformationen zum Kongress
Der II. INTERNATIONALE BIOKONGRESS AM SEE wird speziell durch das gebündelte Expertenwissen
und die Erfahrungsberichte von bereits erfolgreichen „Bio-Unternehmern“ so wertvoll und einzigartig
für die Hotellerie- und Gastronomiebranche.
Resonanz-Live-Tests
Erstmalig wird in Resonanz-Live-Tests die Wirkung von Baumaterialien auf den Menschen getestet.
„Umwelteinflüsse lösen bei Menschen gewisse Stressreaktionen aus. Wir möchten mit einem Live-
Test-Ergebnis zeigen, welche unterschiedlichen Reaktionen es bei herkömmlichen und ökologischen
Baumaterialien gibt.“, erklärt Heiko Rittweger, Inhaber der Zukunftswerkstatt von RITTWEGER und
TEAM, die erweiterte Idee.
Erfolgsberichte aus der Praxis
Der Impulsvortrag „Warum Verbraucher Bio-Produkte bevorzugen“ von Johann Priemeier, Mitbegründer
und Vorstand der basic AG zeigt den weiter anhaltenden Trend der Bio-Ernährung. “1998 wurde
der erste Basic Bio-Supermarkt mit eine supermarkttypischen Vollsortiment in München eröffnet. Heute
sind es bereits 21 Filialen in ganz Deutschland und Monat für Monat kommen neue Kunden hinzu.“,
erläutert Johann Priemeier stolz die Vision „Bio für alle“ des Unternehmens.
Stephan Bode, Geschäftsführender Direktor des Seehotel Zeulenroda dem ersten Bio-Kongresshotel
in Europa stellt zum II. INTERNATIONALEN BIOKONGRESS seinen Erfahrungsbericht ein
Jahr nach der Umstellung seines 282 Bettenhauses auf Bio vor. „Mit 100% Bio-Ernährung ist bei uns
aber nicht Schluss.“, gibt Stephan Bode einen ersten Einblick. „Wir beziehen eine ganzheitliche gesunde
Lebensweise in unser Qualitätsbewusstsein ein. Mit dem Vortrag möchte ich zeigen, wie man
auch in Zeiten von Globalisierung und verstärktem Wettbewerb mit rücksichtsvollem Führen und integralem
Bewusstsein erfolgreich sein kann.“
Auch die Bio-Hotels erleben einen wahren Boom. Allein im letzten Jahr wurden zehn Hotels in
Deutschland und Österreich vom Verein Die Bio-Hotels in Zusammenarbeit mit dem Bioland e.V. umgestellt.
„ Für die Hotels ist es eine riesige Chance mit Bio-Ernährung die Gäste stärker an sich zu
binden. Nach der Umstellung können viele Hotels 2-stellige Zuwachsraten verzeichnen.“, so Ludwig
Gruber, Vorstand der BIO-Hotels über das Potential von Bio.
Organisatoren des BioKongresses sind der Verein Die BIO-Hotels, Bioland e.V., das Seehotel Zeulenroda
und RITTWEGER und TEAM Die Zukunftswerkstatt.
15.08.2007: DVO zum Lebensmittelhygienerecht erschienen
Die Verordnung zur Durchführung von Vorschriften des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts vom 8. August 2007 ist am 14. August 2007 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Sie enthält unter anderem die
Die VO schafft jetzt endlich Klarheit zur einheitlichen Gestaltung der Erzeugererklärung ("Information zur Lebensmittelkette"). Jetzt gilt es, diese Erklärung bis zum 01.01.2008 in die Praxis einzuführen. Dies wird sicherlich dadurch ein wenig vereinfacht, dass der Bundesrat sich gleichzeitig für eine Aussetzung der "24-Stunden-Frist" bis Ende 2009 ausgesprochen hat. Bis dahin kann die Erklärung also den Schlachttieren mitgegeben werden. Sofern eine entsprechende Erweiterung des Lieferscheins um die Erklärung geplant ist, muss Form und Inhalt des Muster der Anlage 7 beachtet werden. Im Interesse eines bundeseinheitlichen Vorgehens unterstützt der ZDS alle Initiativen (z. B. seitens QS und ISN), eine abgestimmte Form des Lieferscheins mit integrierter Erzeugererklärung zu erreichen.
ZDS-Mitglieder können die VO in der ZDS-Geschäftsstelle anfordern.
Informationen retten Leben!
Unsere Welt wird immer bunter und vielfältiger. Jeden Tag erreichen uns Informationen über Radio, Fernsehen, Telefon und Zeitungen. Manche Menschen sind aufgrund einer Erkrankung auf lebensrettende Informationen beim Einkauf ihrer Lebensmittel angewiesen. Aber auch die Informationen auf den Verpackungen werden immer mehr. Klein, in vielen Sprachen, häufig in der Falte gedruckt und unverständlich, erreichen die Informationen nicht das Ziel, dem Lebensmittelallergiker zu helfen. Neue Kennzeichnungsvorschriften auf den Lebensmitteln haben zum Teil das Leben der Allergiker weiter erschwert. Aus Haftungsgründen schreiben Produzenten jetzt auch kleinste Spuren der Allergene auf. Dies schränkt die Wahlfreiheit des Allergikers ein. Was heißt jetzt Spuren? Reagiere ich schon auf diese Menge? Allergiker wollen gerne mehr wissen. Sie sind auf richtige und verständliche Angaben angewiesen.
In Bad Bentheim hat sich ein kleines Büro dieser Forschung verschrieben. Seit knapp zwei Jahren werden bei FIS Europe die Wünsche von Lebensmittelallergikern untersucht und neue Wege für die Informationsübermittlung analysiert. Informationswege über neue Technologien wie das Handy, eine persönliche Einkaufshilfe (ein Bildschirm am Einkaufswagen) oder ein Infoterminal im Supermarkt könnten hier wichtige Dienste leisten. Die Allergiker entscheiden sich für ein Produkt und können über das Auslesen des Strichcodes auf der Verpackung z.B. die Informationen des Produktes in anderer Schriftgröße lesen. Auch weitere Informationen wie z.B. die Produktionsbedingungen oder die Erklärung von Inhaltsstoffen mittels eines Glossars wären denkbar.
FIS Europe sucht jetzt Lebensmittelallergiker, die ihre Vorlieben für neue oder althergebrachte Informationsübermittlung angeben. Es wurde ein Fragebogen entwickelt, der im Internet zur Verfügung steht (www.lebensmittelallergien.info). Gerne gibt das Forschungsteam aber auch telefonisch oder schriftlich Auskunft und unterstützt bei der Beantwortung des Fragebogens (Tel. 05922/904003, E-Mail: sylvia.pfaff@web.de).

23.07.2007 METRO Group erstes deutsches Handelsunternehmen mit klarer Nährwertkennzeichnung
• Bereits über 2.000 Eigenmarkenartikel umgestellt
• Wichtiger Bestandteil der Initiative "Gut für Dich" für Ernährung und Bewegung
Mit ihrer Initiative "Gut für Dich" setzt sich die METRO Group für eine gesunde Lebensweise ein. Wichtiger Bestandteil der Initiative ist eine neue Kennzeichnung, mit der sich die Verbraucher schnell und einfach über den Nährwert von Lebensmitteln informieren können. Im Januar 2007 hat die METRO Group als erstes deutsches Handelsunternehmen mit der Einführung der Nährwertkennzeichnung auf ihren Eigenmarken begonnen. Inzwischen wurden bereits über 2.000 von rund 2.600 Eigenmarkenartikeln mit der neuen Kennzeichnung versehen. Ende des Jahres 2007 wird die Umstellung abgeschlossen sein.
Die Informationen der Nährwertkennzeichnung richten sich nach den Empfehlungen des CIAA (Verband der europäischen Lebensmittelindustrie). Der Verbraucher findet gut sichtbar auf der Vorderseite der Verpackung drei wichtige Angaben:
Mit diesen übersichtlichen, leicht verständlichen Informationen auf der Vorderseite kann der Kunde rasch einschätzen, welche Lebensmittel zu seiner Ernährung passen. Ausführliche Daten zu den Inhaltsstoffen sind auf der Rückseite der Verpackung aufgelistet.

Die METRO Group sieht ihre Kunden als mündige Verbraucher, die selbst über ihren Ernährungsplan entscheiden. Was für einige Konsumenten empfehlenswert ist, mag für andere nicht ratsam sein zum Beispiel, weil es nicht zu ihrem individuellen Energiebedarf passt. Daher ist es auch nicht sinnvoll, von "guten" und "schlechten" Lebensmitteln zu sprechen. Vielmehr kommt es darauf an, wie oft und in welchen Mengen bestimmte Produkte konsumiert werden. Für eine ausgewogene Ernährung bietet die Nährwertkennzeichnung der METRO Group schon beim Einkaufen eine wichtige Entscheidungshilfe.
Weitere Informationen unter:
Kooperationspreis 2007
rund 200 Gäste aus der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft folgten der Einladung der Food-Processing Initiative und der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft zur Verleihung der Kooperationspreise der Agrar- und Ernährungswirtschaft 2007 am 5. Juni 2007 in Osnabrück. Im Rahmen einer Festveranstaltung zeichneten Vertreter der ausrichtenden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, der Jury und Sponsoren in der Kunsthalle Dominikanerkirche die Gewinner aus.
Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis in der Kategorie „Produkt“ verlieh die Jury dem Beitrag „Buntes Bentheimer Eichelschwein“, einer Kooperation mehrerer Unternehmen unter Federführung der Düsseldorfer Genusshandwerker GmbH & Co. KG und dem landwirtschaftlichen Betrieb Büning aus dem münsterländischen Laer im Kreis Steinfurt.
Der zweite Preis dieser Kategorie ging an den Wettbewerbsbeitrag „Schinken-Verbund“. Die Raiffeisen-Viehvermarktung im niedersächsischen Twistringen (Ldkrs. Diepholz) hat hier mit ihren Partnern, zwei Schlachtbetrieben und dem Osnabrücker Fleischwarenhersteller Bedford, ein neues System der Qualitäts- und Herkunftssicherung in der Schinkenproduktion aufgebaut.
Auf Platz 1 in der Kategorie "Prozess" setzte die Jury die Entwicklung „Geflügelöl SP-Power“ der GePro Geflügel-Protein Vertriebsgesellschaft aus Diepholz in Niedersachsen und ihrer Partner, einem Fahrzeugtechnikbetrieb, einem Logistikdienstleister aus dem Kreis Vechta sowie der Wiesenhof Geflügel-Kontor GmbH.
Mit einem zweiten Preis zeichnete die Jury die Innovation „Das blaue Herz“ der Unternehmen Bizerba GmbH & Co. KG Papier und Etiketten aus Bochum mit ihrem Schweizer Partnerunternehmen Ciba Specialty Chemicals Inc. aus.
Zusätzlich zu seinem finanziellen Engagement hatte der Genossenschaftsverband Norddeutschland einen Sonderpreis ausgelobt, der einer langfristigen Kooperation in der Rohwarenbereitstellung zwischen dem Fruchtsafthersteller beckers bester und der Raiffeisen Agil Leese zuerkannt wurde.
Der mit einer Dotierung von 1.000 Euro ausgelobte Förderpreis des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) für herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses ging an Jessica Wiertz aus Heiligenhaus im Kreis Mettmann, die sich in ihrer Diplomarbeit an der Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen mit Verpackungslösungen für Backwaren auseinander setzte.
Weitere Informationen zu den Gewinnerkooperationen, Bilder der Preisverleihung und ein Video werden in Kürze unter www.kooperationspreis.de zur Verfügung stehen.
Bereits jetzt steht dort die Broschüre zum Download für Sie bereit. In der Broschüre werden alle eingereichten Beiträge und natürlich die Gewinner und alle Ansprechpartner präsentiert.
Nr. 3 / Köln, 29. März 2007
Rd. 300 Kongressteilnehmer diskutierten über neue Lösungsansätze
Kölner FoodTec-Tage
: Dialogplattform für die Lebensmittel herstellende Branche
Zum vierten Mal wurden am 28. und 29. März 2007 die Kölner FoodTec-Tage, eine Kongressveranstaltung mit begleitender Foyerausstellung zum Thema Lebensmittelherstellung, durchgeführt. Rd. 300 Teilnehmer informierten sich in den Kongressen der DLG, GDL und IFW über Fragestellungen und Entwicklungen in der Lebensmitteltechnologie. Parallel zum Kongressprogramm präsentierten sich zudem 25 Unternehmen in einer Foyerausstellung und zeigten Lösungen und technologische Innovationen rund um die Themen Prozesstechnik- und Verpackungstechnik sowie Lebensmittelsicherheit. „Der kontinuierliche Dialog zwischen den beteiligten Branchen und Wirtschaftszweigen zur Bewältigung spezifischer Problemstellungen ist heute wertvoller denn je. Insofern kommt einer Branchenplattform wie den Kölner FoodTec-Tagen, wo sich Entscheider austauschen und diskutieren, eine hohe Bedeutung zu“, so Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse.
Neben der Anuga FoodTec, die als Leitmesse alle relevanten Aspekte der Lebensmittel- und Getränketechnologie im DreiJahres-Turnus prozess-, technologie- und branchenübergreifend präsentiert, bilden die Kölner FoodTec-Tage ein zusätzliches Kommunikationsforum für die Branche am
Standort Köln. Entsprechend hoch war daher wiederum die Qualität der Referenten und Teilnehmer an den Kongressen von DLG, GDL und Confructa Medien. "Mit der regen Teilnahme hochkarätiger Experten, sei es auf dem Podium oder als Kongressteilnehmer, sehen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern in dem Bemühen bestätigt, die lebensmitteltechnologische Fachwelt auch zwischen den Anuga FoodTec-Messen regelmäßig über wesentliche Entwicklungen auf dem Gesamtgebiet der Lebensmittelherstellung zu informieren und die Diskussion zu ausgewählten Themenkomplexen zu suchen", unterstreicht Wolfgang Kranz.
Inhaltlich standen in drei parallel laufenden Kongressen die Themen Verpackung und Logistik (DLG), Technologie (GDL) und Fruchtsaft (IFW) auf dem Programm.
"Verpackungs- und Logistiksysteme für Minimally processed, Chilled- und Convenience Food“ lautete das Kongressthema der DLG. Rd. 100 internationale Kongressteilnehmer aus Deutschland und dem europäischen Ausland diskutierten über Fortschritte bei der Herstellung dieser Produkte, die zu einem wesentlichen Teil erst durch entsprechende Entwicklungen in der Verpackungstechnologie und im Bereich einer lückenlos unter entsprechenden Kühlbedingungen stattfindenden flächendeckenden Logistik ermöglicht wurde. Selbstverständlich ermöglichten einige der Referenten auch einen Blick in die Forschungslaboratorien, aus denen zukünftig wegweisende Fortschritte beispielsweise in der Anwendung, der Nanotechnologie oder dem einer antimikrobiell wirkenden Verpackung für die Weiterentwicklung im Bereich der diskutierten Produktgruppen erwartet werden.
Modernste Verfahren zur schonenden Herstellung und Verlängerung der Haltbarkeit von frischen Lebensmitteln waren Schwerpunkt des von der GDL ausgerichteten Kongresses „Technologische Aspekte von Minimally processed, Chilled- und Convenience Food“. Für die betroffenen Branchen wie Obst- und Gemüseverarbeitung, Fleisch- und Fischproduktion, Backwaren und Milch, wurden Möglichkeiten innovativer Produktions- und Haltbarmachungsverfahren unter praxisnahen Gesichtspunkten von namhaften nationalen und internationalen Referenten vorgestellt. Daneben erfuhren die über 60 Tagungsteilnehmer wertvolle Details über die Marktchancen dieser Produkte, die Erwartungen der Verbraucher, aber auch über die spezifischen Anforderungen an Handel und Konsumenten in der Handhabung möglichst naturbelassener Lebensmittel.
Im Fokus der IFW 2007 - International Fruit World - stand das Thema „Fruchtgetränke im Zukunftsmarkt“. Dabei wurde besonders über die tief greifende Umbruchphase, in der sich der Markt für Fruchthaltige Getränke auf nationaler, aber auch internationaler Ebene befindet, diskutiert. Die Vorträge der Branchenexperten stellten nachhaltig heraus, dass wirkliche Zukunftspotenziale für Fruchtgetränke vor allem bei echten Produkt- und Verpackungsinnovationen gegeben seien. Dieser Maxime folgend wurde der diesjährige CONFRUCTA-Preis des IFW an das erst seit einem halben Jahr auf dem Markt positionierte, junge Unternehmen true-fruits GmbH aus Bonn verliehen, das mit seinem innovatioven Ganzfruchtsaftgetränk vom Start weg für Aufsehen in der Branche sorgte. Die konzeptionelle Ausrichtung von Vortragsveranstaltung kombiniert mit arbeitsintensiven Workshops wurde von den über 100 Teilnehmern des IFW-Kongresses ausdrücklich gelobt.
Die nächsten Kölner FoodTec-Tage werden am 2. und 3. März 2008 durchgeführt. In 2009 sind die Kongresse der DLG und GDL sowie die IFW dann wieder integraler Bestandteil der Anuga FoodTec 2009, die vom 10. bis 13. April 2009 in Köln stattfinden werden.
DLG gründet Sensorik-Ausschuss
Dipl.-Ing. Jörg Jacob zum Vorsitzenden gewählt - Plattform für den fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der Analysenmethoden
(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt einen eigenen Ausschuss für Lebensmittel-Sensorik eingerichtet. Vom DLG-Vorstand und vom Fachzentrum für Land- und Ernährungswirtschaft sind die ersten Mitglieder in das neue Fachgremium berufen worden. Die konstituierende Sitzung fand Mitte Februar im Rahmen der BioFach-Ausstellung in Nürnberg statt. Zum Vorsitzenden haben die Mitglieder Dipl.-Ing. Jörg Jacob, den Leiter des Qualitätsmanagements von bofrost* (Straelen/Niederrhein), dem Marktführer im Direktvertrieb von Tiefkühlspezialitäten, gewählt. Der Qualitäts- und Sensorikexperte wirkt seit 1989 als Sachverständiger bei den Qualitätsprüfungen der DLG für Tiefkühlerzeugnisse mit und ist im Jahr 2000 zum Prüfgruppenleiter berufen worden.
Die weiteren Ausschussmitglieder sind: Prof. Dr. Bettina Bussmann (Fachhochschule Fulda), Dipl. oec. troph. Anette Bongartz (Hochschule Wädenswil/Schweiz), Dr. Jeannette Nuessli (ETH Zürich/Schweiz), Prof. Dr. Goetz Hildebrandt (FU Berlin), Dr. Günther Hammer (Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, Standort Kulmbach), Prof. Dr. Jörg Oehlenschläger (Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, Standort Hamburg), Josef Löffler (Molkerei Alois Müller, Aretsried), Prof. Dr. Jörg Meier (FH Neubrandenburg), Ass. Prof. Dr. Klaus Dürrschmid (Universität für Bodenkultur Wien/Österreich) sowie Dr. Heinz-Michael Anger (Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei, Berlin).
Die Gründung des Ausschusses für Lebensmittel-Sensorik gehört mit zu den Aktivitäten der DLG, ihre Angebote und Serviceleistungen für die Ernährungswirtschaft zu verstärken. Hierzu zählen auch die im letzten Jahr erfolgte Gründung eines eigenen Sensorik-Zentrums sowie die Herausgabe des Fachmagazins „DLG-Test Lebensmittel“. „Der DLG-Ausschuss Sensorik soll zu einer Plattform für den fachlichen Austausch und die konsequente strategische Weiterentwicklung dieses Wissenschaftszweiges werden“, unterstreicht der neue Vorsitzende Jacob die Bedeutung des Ausschusses.
Im Mittelpunkt der Ausschussarbeit werden die wissenschaftliche Stärkung und Weiterentwicklung sensorischer Analysenmethoden stehen, die in der Qualitätssicherung und in der Produktentwicklung zum Einsatz kommen. Weiterhin soll der Ausschuss Ideen und Impulse für die Optimierung der sensorischen Lehr- und Fortbildungsmöglichkeiten liefern und fachliche Schnittstelle zur internationalen Sensorikforschung sein. „Der DLG-Ausschuss hat als Forum des fachlichen Austausches die Funktion, die Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher sensorischer Methoden zu diskutieren und auf ihre Praxisrelevanz hin zu überprüfen“, so der neue Vorsitzende. Nach den Worten von Jacob wird auch das Ziel verfolgt, „den Verbraucher stärker für die Bedeutung der Lebensmittelsensorik zu sensibilisieren“.
Diese Meldung finden Sie auch als Download unter www.DLG.org/presse bei Ernährungswirtschaft.
IFFA 2007 - Strukturbefragung!
Vom 5. - 10. Mai 2007 trifft sich die internationale Fleischwelt in Frankfurt am Main zur IFFA 2007, Internationale Leitmesse der Fleischwirtschaft: Verarbeiten, Verpacken, Verkaufen
afz-allgemeine fleischer zeitung und Fleischwirtschaft führen im Vorfeld der IFFA traditionell die große Investitions- und Strukturbefragung durch. Die Investitions- und Strukturbefragung steht als PDF-Dokument zur Verfügung.
Den Fragebogen können Sie als pdf-Datei
herunterladen.
Retail-Lab: Universität St. Gallen und internationale
Handelsfirmen gemeinsam unterwegs (März 2007)
Die Handelsbranche steht vor großen Herausforderungen. Nebst den sich verschärfenden Marktbedingungen sind die Handelsunternehmen zunehmend gefordert, die Handelsausbildung zu intensivieren und auszubauen und damit das Handelsimage zu verbessern, um längerfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Antwort auf diese Entwicklungen, hat das Institut für Marketing und Handel der Universität St. Gallen zusammen mit führenden europäischen Handelsunternehmen am 1. Januar 2007 das internationale Partnerschaftsprogram Retail-Lab lanciert. Das Retail-Lab schlägt die Brücke zwischen wissenschaftlicher Handelsforschung und Managementherausforderungen der Handelspraxis auf internationaler Ebene.
Prof. Dr. Thomas Rudolph - Inhaber des Gottlieb Duttweiler Lehrstuhls für internationales Handelsmanagement an der Universität St.Gallen - leitet das Retail-Lab, welches aus vier Modulen besteht:
Im Bereich Research haben die Retail-Partner die Möglichkeit, an exklusiven Workshops zu aktuellen Handelsthemen teilzunehmen. Während eines Board Summits kommen Geschäftsleitungsmitglieder der Retail-Partner zusammen, um relevante Zukunftsthemen im Handel zu diskutieren. Des weiteren bietet das Retail-Lab für Studierende an europäischen Hochschulen, die Interesse an einer zukünftigen Tätigkeit im Handel haben, die Internetplattform Retail-Talents.com. Auf dieser Plattform können die Partnerfirmen Praktika, Trainee-Programme und offene Stellen ausschreiben. Im Rahmen eines zweitägigen Recruitment Event im Juni haben Retail-Partner und ausgewählte Studierende die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und eine zukünftige Zusammenarbeit zu prüfen. Das vierte Element des Retail-Lab umfasst ein Certificate Program für Senior Managers mit mehrjähriger Berufserfahrung. Diese Weiterbildung bietet die Universität St. Gallen gemeinsam mit den führenden europäischen Wirtschaftsuniversitäten "Saïd Business School an der Universität Oxford" und "ESADE Business School in Barcelona" an.
Die vier Module des Retail-Labs fördern den Wissensaustausch zwischen Theorie und Praxis, stärken das Handelsimage bei Highpotentials an den führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas und bieten Weiterbildungsmöglichkeiten für Senior Managers auf einem international ansprechenden Niveau.
Weitere Informationen zum Retail-Lab erhalten Sie unter http://www.retail-lab.com
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01.03.2007
METRO Group und Joachim Löw machen sich für gesunden Lebensstil stark
Initiative "Gut für Dich" will für ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung begeistern
Die METRO Group startet mit "Gut für Dich" eine bundesweite Initiative zu Ernährung und Bewegung. Kernpunkte der langfristig angelegten Initiative sind unter anderem eine umfassende Informationskampagne und eine neuartige, verbraucherorientierte Nährwertkennzeichnung auf Eigenmarken der METRO Group. Als prominenter Partner von "Gut für Dich" konnte Joachim Löw gewonnen werden. Der Erfolgstrainer steht für Motivation, Disziplin, Zielstrebigkeit Eigenschaften, die nicht nur auf dem Fußballplatz entscheidend sind, sondern auch für eine grundlegende Änderung des Ess- und Freizeitverhaltens.
Immer mehr Menschen in Deutschland sind übergewichtig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bringt heute fast jeder Zweite zuviel auf die Waage. Übergewicht gilt als die Hauptursache für Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes und Bluthochdruck. Mit der Initiative "Gut für Dich" will die METRO Group ein deutliches Zeichen setzen und die Bevölkerung zu einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung motivieren.
Dabei betrachtet "Gut für Dich" die beiden Faktoren in ihrer wechselseitigen Beziehung. Denn auf dem Laufband oder Fußballplatz zu schwitzen, bringt umso mehr, wenn beim Essen die Menge und Auswahl der Lebensmittel stimmen. An diesen Erkenntnissen mangelt es in der Bevölkerung meist nicht. Doch im Alltag fehlt es oft an Motivation und Durchhaltevermögen, sich ausgewogen zu ernähren und ausreichend zu bewegen. An diesem Punkt setzt "Gut für Dich" an: Es geht darum, das vorhandene Wissen der Verbraucher zu aktivieren und ihnen langfristig Hilfestellungen für einen gesünderen und aktiveren Lebensstil zu geben. Als führendes Handelsunternehmen erreicht die METRO Group durch ihre große Nähe zum Verbraucher alle Zielgruppen direkt und überall in Deutschland.
Joachim Löw motiviert zum Mitmachen
Unterstützt wird die Initiative der METRO Group von Erfolgstrainer Joachim Löw. Als Vorbild für Motivation, Zielstrebigkeit und Ausdauer engagiert er sich dafür, dass Menschen ihren "inneren Schweinehund" besiegen und dauerhaft ihr Ess- und Freizeitverhalten verändern. "Der Einsatz für einen gesunden Lebensstil ist mir ein wichtiges Anliegen", sagte Löw. "Mit ihrem langfristigen und breit angelegten Engagement kann die METRO Group vielen Menschen wichtige Impulse geben."
"Mit Joachim Löw haben wir einen ebenso beliebten wie glaubwürdigen Botschafter unserer Initiative gewonnen", sagte Dr. Hans-Joachim Körber, Vorsitzender des Vorstands der METRO Group. "Er ist eine starke Persönlichkeit mit der Fähigkeit, Menschen zu motivieren und zu begeistern. Genau das steht im Mittelpunkt unseres langfristigen Engagements für einen gesunden Lebensstil."
"Gut für Dich" fasst Engagement der METRO Group zusammen
Die METRO Group hat dafür mit "Gut für Dich" eine umfassende Initiative entwickelt, in der sie ihre Aktivitäten im Bereich Ernährung und Bewegung bündelt. Dazu zählen neben zahlreichen Sponsoring- und Förderprojekten im Sportbereich auch der große Anteil an gesundheitsorientierten Warensortimenten sowie eine verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung von Eigenmarkenprodukten. Auch in einer groß angelegten Anzeigenkampagne mit Joachim Löw wird "Gut für Dich" den Menschen in Deutschland begegnen.
Die Vertriebsmarken der METRO Group im Lebensmitteleinzelhandel Real, Extra und Galeria Kaufhof werden "Gut für Dich" mit eigenen Aktionen unterstützen. Real und Extra werden in ihren Märkten die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die Gesundheit herausstellen. Sie bieten den Kunden in allen Sortimenten bereits einen beträchtlichen Anteil an energiereduzierten Produkten bei Wurst liegt er beispielsweise bei 15 Prozent. Insgesamt sind bei den Vertriebsmarken der METRO Group mehr als 2.400 Wellness-, Light- und Aktivprodukte erhältlich. Galeria Kaufhof unterstützt "Gut für Dich" in den Sportabteilungen sowie mit themenspezifischen Aktivitäten.
Neuartige Nährwertkennzeichnung
In der Kommunikation mit den Kunden gewinnt außerdem die Nährwertkennzeichnung an Bedeutung. Sie ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Kunden bei der Auswahl von Lebensmitteln. Deshalb hat die METRO Group ein neuartiges Nährwertkennzeichnungssystem für ihre Eigenmarkenprodukte eingeführt. Gut lesbar auf der Vorderseite der Verpackungen finden sich drei Angaben, die den Verbrauchern besonders wichtig sind: die Größe einer Portion, die Zahl der Kalorien pro Portion und der Prozentwert, den eine Portion am empfohlenen Tagesbedarf abgedeckt. Ausführliche Daten zu den Inhaltstoffen sind auf der Rückseite der Verpackung aufgelistet.
Ab sofort steht außerdem im Internet das interaktive Verbraucherportal www.gut-fuer-dich.info zur Verfügung. Es soll zur zentralen Plattform für Information und Austausch rund um die Thematik "Ernährung und Bewegung" werden. Magazinbeiträge mit praktischen Expertentipps, eine Rezeptdatenbank, das Ernährungs- und Bewegungslexikon, Fitnessrechner, die Sports Corner mit Joachim Löw oder auch Experten-Weblogs bieten reichlich Gelegenheit, sich umfassend mit dem Thema Ernährung und Bewegung zu befassen. Über acht moderierte Foren kann die "Gut für Dich"-Community mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen und sich gemeinsam über Fitness- und Ernährungserfolge freuen.
Die METRO Group zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 60 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 30 Ländern an ca. 2.400 Standorten tätig und beschäftigt rund 270.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO Group basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry Weltmarktführer im Bereich Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser und Extra Verbrauchermärkte, Media Markt und Saturn europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.
Kostenlose Infoveranstaltung „QM für kleine und mittlere Unternehmen“
Nachgewiesene QM-Systeme sind heute in fast jeder Branche etabliert und werden von einem Großteil der Kunden auch explizit gefordert.
Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen streben den Aufbau eines QM-Systems an und weisen damit ihre Qualitätsfähigkeit nach. Wesentliche Effekte sind eine gesteigerte Kunden-, Prozess- und Mitarbeiterorientierung, die insgesamt zu einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit und damit Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens führt.
Im Lehrgangsblock Qualitätsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen werden die Teilnehmer beim Aufbau eines QM-Systems in ihrem Unternehmen bzw. bei der Verbesserung des bestehenden QM-Systems bereits während des Lehrgangsbesuchs gezielt unterstützt.
Besuchen Sie die kostenlose Info-Veranstaltung der DGQ und informieren Sie sich direkt vor Ort:
22.02.2007 in Stuttgart
23.02.2007 in Berlin
19.03.2007 in Hannover
Weitere Informationen erhalten Sie vom Service Center, Telefon (069) 9 54 24-175.
Neue Herausforderungen jenseits der Nische (Jan 07, von Toralf Richter, Bio Plus AG)
Die Bio-Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden sich strukturell erheblich gemeinsam ist ihnen der Erfolg. Das Nischendasein ist vorbei, nun führt der Strukturwandel zur „Konventionalisierung“ des Marktes.
Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen heute vor jeweils spezifischen Herausforderungen in der Entwicklung ihrer Bio-Märkte gleichzeitig aber auch an einem gemeinsamen Scheideweg: Die zunehmende Konventionalisierung und Globalisierung in der Vermarktung von Bio- Produkten sowie Produzentenpreise, die trotz einer erfreulichen Nachfrageentwicklung häufig nicht mehr kostendeckend sind, trüben die Freude über positive Marktdaten. Profitieren also in Zukunft nur noch jene Akteure vom ökologischen Landbau, die mit Bio-Produkten anstatt mit der Landwirtschaft ihr Geld verdienen?
Lesen Sie den kompletten Artikel hier.
Voller Erfolg des 2. Bio-Handelsforum (12. Sep. 2006)
Fast 400 Teilnehmer versammelten sich bei der Köln Messe am 11. und 12. September um den neuen Entwicklungen im Bio-Markt zu lauschen. Insgesamt wurde in verschiedenen Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Referenten die Implementierung der Konzepte diskutiert. Auch wenn Fachhandel und klassischer LEH Seite an Seite auftraten, scheint doch der LEH als Sieger hervor zu treten. Vom größeren Kuchen (um die 4,4 Mrd € in Deutschland) bekommt er immer mehr ab. Christoph Soika prognostiziert, dass in fünf Jahren der LEH vom deutschen Markt 75 % für sich verbuchen kann. Der LEH hat das Bio-Sortiment für sich entdeckt. Mit der richtigen Präsentation, einer optimalen Sortimentsgestaltung, motiviertem Personal und einer ansprechenden Marketingstrategie ist der Erfolg hausgemacht. Hinzu kommt die günstige Voraussetzung der Nähe zum Kunden, da ein weites Filialnetz bereits vorhanden ist. Ein gutes Konzept kann daher schnell multipliziert werden.
Kommentar zum vergammelten Fleisch (7. Sep. 2006)
Ein bedauerlicher und vermeidbarer Selbstmord sollte zum Anlass genommen werden, die Strukturen in der Fleischwirtschaft zu hinterfragen. In der kritischen Auseinandersetzung mit einer Branche, die sich im massiven Wandel befindet, müssen das Umfeld (Forderungen vom Gesetzgeber und Kunden), die Wertschätzung des Lebensmittels durch den Verbraucher und auch kriminelle Machenschaften berücksichtigt werden.
Immer strengere gesetzliche Vorgaben haben die Fleischwirtschaft zur Implementierung vieler Systeme gezwungen, die zu einer Verbesserung der Lebensmittelsicherheit geführt haben. Ein rauchender Veterinär bei der Kontrolle am Schlachtband kann sich heute keiner mehr vorstellen. Was vor zwanzig Jahren noch zum üblichen Bild gehörte, ist heute undenkbar. Hygieneschleusen, Personalschulungen und Rückverfolgbarkeit haben die Sicherheit erhöht. Sie haben aber auch Geld gekostet. Geld, das irgendwo wieder erwirtschaftet werden muss, da Sicherheit nicht verkaufbar ist.
Ein wichtiger Bestandteil zum Geldverdienen liegt in der Erfüllung der Kundenwünsche. Doch auch hierin liegt die Krux. Der Einzelhandel stellt zunächst noch mal strengere Forderungen auf, die ebenfalls umgesetzt werden müssen. Auch diese Umsetzung wird nicht bezahlt, sie stellt nur die Eintrittskarte für die Gespräche zur Lieferung der Produkte dar. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Fußballspiel sehen. Bevor Sie die Karte zum Spiel kaufen können, müssen Sie zunächst (auch mit Geld) beweisen, dass Sie ein Fan sind, der sich für den Verein richtig ins Zeug legt (Fanartikel sind da, Sie können Stimmung machen, Sie haben Plakate vorbereitet, etc.). Dies wird durch ein unabhängiges Institut kontrolliert, das Sie auch noch bezahlen müssen. An der Kasse zum Stadion wird dann Ihr „Fan-Nachweis“ geprüft. Wenn Sie jetzt aber nicht mehr bereit sind, noch mehr Geld zu investieren, dann kommen Sie immer noch nicht dazu das Spiel zu sehen, sondern bleiben draußen stehen. Ist das gerecht?
Hinzu kommt die Änderung der Verbraucherwünsche, die ebenfalls vom Einzelhandel an den Lieferanten weitergegeben werden. Convenience, Frische und billiger Preis sind hier die Schlagwörter. Kaum noch ein Verbraucher weiß, durch welche Lieferstufen ein Produkt wandert, bis es im Supermarkt landet. Eine Wertschätzung des Lebensmittels durch den Verbraucher (i.d. Sinne, dass der richtige Preis bekannt ist) kann daher gar nicht erfolgen. Es gibt dabei kein Unternehmen in der Fleischwirtschaft, das nicht bis zum letzten die Haltbarkeit des Produktes ausnutzt. Erst kurz vor Ablauf des MHDs wird das Fleisch dann eingefroren, um es für andere Zwecke noch verwenden zu können. Das Fleisch ist (noch) nicht schlecht, aber die Qualität ist sicherlich nicht mehr die beste. Man kann sich gut vorstellen, dass eine unglückliche Notsituation in einigen Fällen zur kriminellen Handlung wird. Erst sind es 100 kg, die eingefroren und gelagert werden, dann kommen immer mehr dazu. Das Fleisch wird preiswerter und lässt Abnehmer in der Gastronomie finden, die nicht so zimperlich sind wie der Einzelhandel.
Hier läuft also einiges falsch. Todschweigen hilft allerdings nicht, sondern führt zu weiteren „Entdeckungen“. Der Prozess zur Änderung dieser Situation hat aber bereits eingesetzt. Durch die vorhandenen gesetzlichen und Kunden Kontrollen werden die schwarzen Schafe gefunden. Gleichzeitig muss sich die Fleischwirtschaft im Klaren darüber sein, dass kriminelle Machenschaften da sind. Hier muss eine Lösung gefunden werden. Der erste Schritt wäre eine Einigung, dass das Produkt auch einen bestimmten Preis wert ist. Wenn jeder in der Kette verdient, dann kann auch mal etwas entsorgt werden. Es ist einfach jeder betroffen.
Studie Information Resources, Inc. (Juli 2006)
ALLES BIO - ODER WAS?
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Deutscher Fleischkongress 2006:
Die Großen überleben und die Kleinen haben das Nachsehen(?) (30. Nov. 2006)
Am 30. Novemb
er rief der Deutsche Fachverlag die Fleischwirtschaft und viele kamen trotz Jahresgesprächen und -abschlüssen. Bereits das Einstiegsreferat von Albert Vernooij (Rabobank) konnte den KMU die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Mit „Big is beautiful“ erläuterte Herr Vernooij, dass große Unternehmen immer größer werden müssen, um zu überleben. Einerseits sind dabei strategische Entscheidungen zu bewerten. Hierzu zählt die Abwanderung von Produktionseinheiten in verschiedene Länder, um das Risiko von Tierseuchen blockiert zu werden aufzufangen. Oder die kostengünstige Produktion durch Masse. Andererseits ist es auch der wachsende Druck des LEH, dem man entgegen treten muss. Problematisch sei in der Fleischwirtschaft, dass der LEH nicht mit Fleisch das Geld verdienen will. Dieses wird nur als Umsatzbringer eingesetzt, um andere Produkte abzusetzen. Kleine Nischenanbieter in der Fleischwirtschaft haben nur dann eine Chance, wenn sie einen Full-Service anbieten. Dann sind sie nicht so leicht austauschbar.
Auch Willi Denecke (Zimbo) machte deutlich, dass kein Hersteller auf der Stelle treten darf.
Ganz anschaulich machte er das am Beispiel der Expansion von Zimmermann in den Osten deutlich. Zunächst wurde das Produktportfolio und die Aufstellung am Markt hinterfragt, um eine Differenzierung zu erreichen. Unterschiedliche Produkte ergaben sich aufgrund der unterschiedlichen Distribution und Menge, nicht aber aufgrund von unterschiedlicher Qualität. Zimbo war dann in der glücklichen Lage, dass der Markenname in vielen Sprachen eine angenehme und lustige Assoziation besitzt. Bereits vor dreizehn Jahren wurde somit in Ungarn gestartet. Kurz darauf folgte Tschechien. Einen hohen Stellenwert hatte dabei die Suche nach einem geeigneten Partner und die Schulung der Mitarbeiter. So wurden die Produktionsstandorte nach und nach aufgebaut. Bald folgte das eigene Vertriebskonzept, das sich aufgrund geringer Lohnkosten insbesondere durch den hohen Bedienungsanteil auszeichnet. Aber auch SB Produkte steigen kontinuierlich an, die aber in den osteuropäischen Ländern teurer als die Produkte aus der Bedienung sind. Mittlerweile ist Zimbo in fast allen osteuropäischen Ländern vertreten. Der bisher letzte Schritt ist die Aufschaltung der TV Werbung, die dann wirklich die Großen auszeichnet.
Dieser konnte sich auch Christian Rauffus (Rügenwalder Mühle) nicht verschließen. Nachdem radikal die Artikelgruppen reduziert wurden, die Produktion optimiert und Mittel umgeschichtet waren, musste die Werbung neu überdacht werden. Es wurde eine konsequente Markenführung mit der Kernmarke Rügenwalder Teewurst aufgesetzt. Ganz wichtig war dabei zu beachten, dass die emotionalen Versprechen aus der Werbung auch eingehalten wurden. Hierbei ist insbesondere die Mengenproduktion ein wesentliches Risikomoment. Ebenfalls musste immer die Markenqualität gewährleistet sein. Hierzu wurde ein Markensteuerrad entwickelt, das nur ganz wenig Spielraum für Abweichungen, aber genügend Flexibilität für Anpassungen erlaubt. Mit diesem Instrument ist dem Unternehmen eine Positionierung gelungen, die durch den Erfolg der Produkte bewiesen wird.
Sukzessive auf- und ausgebaut wurde auch bei der Firma Tönnies wie Josef Tillmann berichtete. Dabei wurde mit dem Neubau in Rheda ein völlig neues Zerlegekonzept umgesetzt. Dieses orientiert sich an der Automobilindustrie und lässt jeden Mitarbeiter nur exakt einen Handgriff in einer bestimmten Zeit am laufenden Band erledigen. Hierzu war und ist eine intensive Spezialisierung der einzelnen Mitarbeiter erforderlich. Die Arbeitstakte müssen optimal ausgerichtet sein. Das Arbeitsumfeld muss stimmen und unnötige Trage- und Hebearbeiten wurden abgenommen. Genauso wurde die übliche Stückentlohnung in Stundenentlohnung umgewandelt, weshalb den Kolonnen ein Grund genommen wurde, häufig den Arbeitsplatz zu wechseln. Mit der genauen Spezifikation der Rohstoffe und der permanenten Optimierung und Anpassung an den Markt konnte eine herausragende Prozessoptimierung erreicht werden.
Stellt sich nur die Frage zum Schluss: Wo bleiben die kleinen Hersteller?
Frische gut - alles gut? (November 2006)
Frische Siegel auf Fleischwaren sollen den Verbrauchern eine neue Sicherheit liefern. Dabei verändern sich abhängig von der Lagertemperatur die Farben des Etikettes. Der Handel sieht diese Entwicklung sehr skeptisch, da zum einen die Siegel nicht standardisiert sind. Jeder reagiert ein wenig anders. Außerdem wird der Verbraucher mit einer Flut von Logos und Etiketten bereits jetzt verwirrt. Des Weiteren gibt es Stolpersteine in der Umsetzung. Daher hat sich diese innovative Entwicklung trotz jahrelanger Bemühungen von Seiten der Vertreiber nicht durchgesetzt.
Kürzlich tauchte schon wieder ein neues Frische Siegel für Fleischwaren auf. Dabei waren die Urheber erstaunlich ehrlich: Nicht jeder der befragten Verbraucher hatte tatsächlich das große Etikett auf der Verpackung gesehen. Das zeigt, dass die große Verunsicherung durch die Berichterstattung über „Gammelfleisch“ nicht stattgefunden hat. Auch andere Studien beweisen, dass der Verbraucher sehr wenig Information von den Verpackungen liest. Was kann daher ein Frische Siegel wirklich bringen?
Die Aussagen der Hersteller dieser Etiketten sind bestechend: Jeder Verbraucher möchte einen unbestechlichen Anzeiger für den Lagerzustand des Lebensmittels, da das Mindesthaltbarkeits- bzw. das Verbrauchsdatum manipulierbar ist. Hierzu eignen sich die Zeit-Temperatur-Indikatoren, die aufgrund einer Reaktion der Pigmente über die Zeit in Verbindung mit der Temperatur die Farbe verändern. Dabei gibt es keine Standardisierung über die Branche, d.h. der Referenzwert muss zum Siegel mitgeliefert werden. Der Verbraucher hat hier ja keine Erfahrungswerte. Außerdem soll ein Frische Siegel die Marke stärken und einen Mehrwert schaffen, den der Wettbewerb (noch) nicht hat.
Probleme des Handels
Die Entwicklung dieser intelligenten Etikette hat bereits Jahre gedauert und hohe Kosten verursacht. Dennoch ist bisher kein Durchbruch erfolgt, obwohl bereits erfolgreiche Tests durchgeführt wurden. Hier spielen viele Kriterien eine Rolle.
Ausblick
Die sehr logische und sinnvolle Ergänzung einer Verpackung mit Frische Siegel kann für alle Beteiligten in der Lebensmittelkette funktionieren, wenn zum einen eine Standardisierung der Farbpigmente erfolgt. Hieraus darf - wenn überhaupt - nur ein Frische Siegel erarbeitet werden. Aus Wettbewerbsgründen der verschiedenen Hersteller kann dies wahrscheinlich nicht realisiert werden. Zum anderen muss der Verbraucher auf dieses Siegel hingewiesen und die Funktionsweise muss erklärt werden. Das darf aber nicht für Wettbewerbsaussagen verwendet werden, sondern muss neutral erfolgen. Mit der Sicherheit von Lebensmittel darf keine Werbung gemacht werden.
„Oben Ohne“ und die Verbindung zur Fleischwirtschaft (10.10.06)
Im September 2006 ist das Buch „Oben Ohne - warum es keine Frauen in Führungsetagen gibt“ von Barbara Bierach und Heiner Thorborg im econ Verlag erschienen. Wer jetzt mit dem Kopf schüttelt und „Schon wieder ein Frauenbuch!“ stöhnt, sollte dieses Werk erstmal lesen. In einem sehr lockeren und gut zu lesenden Stil führen die Autoren interessante Interviews mit erfolgreichen Frauen aus verschiedenen Ländern zusammen. Mit Hilfe der Erfahrung dieser Top-Managerinnen gelingt es den Autoren die Hauptursachen für den Mangel an weiblichen Führungskräften in Deutschland zu benennen:
1. Das gesellschaftliche Umfeld stimmt nicht!
2. Frauen trauen sich zu wenig zu!
3. Das weibliche Verhalten ändert sich!
4. Achtung bissige Stute: Frauen können nicht mit Frauen arbeiten!
Im Folgenden werden die o.g. Ursachen auf die Fleischwirtschaft übertragen, um auch diesen Firmen aufzuzeigen, dass sie an dem Potential „Frau“ nicht mehr vorbei kommen.
Noch ist es die Regel, dass Frauen irgendwann in ihrem Leben Kinder bekommen. Gleichzeitig sind die meisten dieser Frauen gut ausgebildet und haben auch schon häufig gearbeitet. Die Mütter werden aus dem Berufsleben „entfernt“, weil unsere Gesellschaft sie für „Rabenmütter“ hält. Eine Betreuung der Kinder durch professionelle Kräfte, damit frau sich wieder auf das besinnen kann, was sie gelernt hat, scheitert an der spitzen Bemerkungen von Freunden. Ein Mann ist eben kein Mann, wenn er es nicht schafft, Frauchen zu Hause zu halten. Die Fleischwirtschaft macht es uns vor, wie rückständig das Frauenbild ist. Landwirte, Metzger, Fachberater und Manager - alle männlich und alle auf Männerwirtschaft geprägt. Hier können Frauen schlecht Fuß fassen. Dabei dürfen sich auch diese Unternehmen der Hälfte des Potentials nicht verschließen. Wie Bierach und Thorborg schön darstellen, werden diese Firmen das Nachsehen haben. Frauen sind besser ausgebildet als Männer und drängen in alle Bereiche vor. Die Branche tät gut daran, jetzt zukunftsweisende Modelle zur Einbindung von Frauen aufzubauen. Hierzu können auch spezielle Frauenstudiengänge zählen.
Das Selbstbewusstsein der Frauen lässt noch zu wünschen übrig. Frauen wurden im Elternhaus nicht gelehrt, selbstbewusst auszutreten. Die kommende Generation weiß aber was sie will und was sie kann. Dennoch werden sich Frauen einem Saufgelage und einem Besuch in bestimmten Etablissements nicht anschließen. Hier haben fachliche und berufsbegleitende Gespräche nichts verloren. Die Strukturen müssen sich anpassen und zwar schnell.
Auch die Frauen passen sich an. Jede 4. Frau in allen Schichten bekommt in Deutschland schon jetzt keine Kinder mehr und stellt ihre Arbeitskraft komplett zur Verfügung. Dennoch muss auch sie sich durch die Strukturen kämpfen und wird nach und nach immer männlicher. So gehen wertvolle weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Intuition und Umsicht verloren, die im Sinne des Unternehmens eingesetzt werden könnten. Das weibliche Naturell wurde erfolgreich unterdrückt!
Manchmal haben aber auch Frauen das Glück, dass sie in den richtigen Unternehmen anfangen und bereits gute Startchancen bekommen. Denn auch in der Fleischwirtschaft gibt es gute Managerinnen. Leider kommt es vor, dass es auch hier nachfolgenden Frauen nicht leicht gemacht wird. Unter dem Aspekt „Auch ich musste mich durchbeißen!“ werden unnötig Hürden aufgebaut. Frauen neigen dazu, in weiblichen Kollegen die Konkurrenz zu sehen, statt die Fähigen zu fördern. Aber auch die Ehefrauen der männlichen Kollegen sind nicht zu unterschätzen, da sie (manchmal berechtigterweise) ebenfalls Konkurrenz verspüren.
Das Fazit für die Fleischwirtschaft fällt nüchtern, aber sehr pragmatisch aus: Bekommt euren Hintern hoch und kümmert Euch um Frauenförderung aus Eigennutz! Hiermit ist keine Frauenquote gemeint. Es muss die Atmosphäre für Frauen geschaffen werden, damit sie sich wohl fühlen. Hierzu muss das ein oder andere System oder die ein oder andere Einstellung angepasst werden.
Sie können anfangen, in dem Sie das Buch „Oben Ohne“ von Bierach und Thorborg lesen.
