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Einleitung

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen die Vielfalt im Lebensmittelsektor. Mit bis zu 250 Mitarbeitern und unter 50 Mio. € Umsatz im Jahr können sie keine eigene Forschungsabteilung aufbauen. Dennoch sind die Ergebnisse von Forschungsprojekten und ein ständiges Innovationsbestreben ein Muss für diese Unternehmen. FIS Europe möchte daher die Brücke zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaft bilden. Mit Unterstützung der EU und aus Eigenmitteln wird die Beteiligung an verschiedenen Forschungsprojekten realisiert. In die Diskussion der Wissenschaftler werden die Interessen der KMU eingebracht. Dennoch sollen auch große Unternehmen nicht ausgeschlossen werden. Häufig wird ihr Bedarf aber aus den eigenen Reihen gedeckt.

Lebensmittelallergien in Europa: Dieses Forschungsprojekt verbindet die verschiedenen Disziplinen, um mehr Erkenntnisse in der Verbreitung, der Grundlage und der Ökonomie von Lebensmittelallergien in Europa zu erhalten. Dabei werden die Aspekte der Medizin ebenso betrachtet wie die Analyse der Auslöser bzw. die sozialen Aspekte für die Betroffenen. Alle Interessensgruppen wurden daher in das Projekt eingebunden.
Mehr Information: www.europrevall.org

Forschungsergebnisse:

  • Informationsportal
    Dieser Arbeitsbereich hatte zum Ziel, ein Informationsportal für Allergiker und Interessierte bereit zu stellen. Im Ergebnis ist eine Webseite entstanden, die Informationen und Fakten über Lebensmittelallergien zur Verfügung stellt und weiterführende Quellen nennt. www.foodallergens.info

  • Allergie-Scanner
    Hier hatten Allergiker in einem freiwilligen Einkaufstest die Möglichkeit drei entwickelte Prototypen zur Informationsübermittlung zu testen (Produktetikette, Allergie Scanner, Allergie Buch). Diese Prototypen wurden auf Brauchbarkeit, Zweckmäßigkeit und Zuverlässigkeit der präsentierten Informationen hin beurteilt. In Kürze werden die Ergebnisse der Untersuchung bereitgestellt.

  • Kosten für die Lebensmittelwirtschaft
    Getrennt betrachtet wurden Einzelpersonen mit Allergien sowie Haushalte in denen Allergiker leben.

    Es wurden ermittelt:
    • direkte Kosten (Kosten für Nahrungsmitteln und Gesundheit),
    • indirekte Kosten (Kosten für Verhaltensanpassung, Betreuung und Pflege),
    • und Immaterielle Kosten (Kosten für Genuss und Verwendbarkeit) .

Hierfür werden in Kürze die Ergebnisse der Untersuchung bereitgestellt.

Die Lenkung von Allergenen in der Lebensmittelindustrie erfordert ein hohes Maß an Wissen. Die hier bereit gestellte Publikation (in Englisch) von S. Kerbach et al. gibt einige Hinweise.